EQUAL PAY DAY – AKTION

6. Oktober 2012, Mariahilferplatz

Im Rahmen des  Österreichweiten Aktionstages Motto „Es reicht für alle!“ der Allianz "Wege aus der Krise" am 6. Oktober 2012 wurden Tragtaschen mit "Halbe/Halbe" - Inhalten vetreilt. Diese Tragetaschen samt Inhalt wurden vom Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes erstellt.

Zahlen und Fakten zu Equal Pay

74 Tage gratis arbeiten!

Frauen verdienen nach wie vor und in allen Beschäftigtengruppen deutlich weniger als Männer. Der Equal Pay Day markiert jenen Tag im Jahr, an dem Männer bereits jene Summe verdient haben, für die Frauen noch bis zum Ende des Jahres weiterarbeiten müssen. Heuer fällt der österreichweite Equal Pay Day auf den 6. Oktober. Ab diesem Tagarbeiten statistisch gesehen die Frauen gratis – neben der ohnehin unbezahlten Arbeit in Haushalt, Pflege, Betreuung,…!

Halbe/Halbe. Geteilte unbezahlte Arbeit macht sich bezahlt – für Frauen und Männer. Noch immer verrichten Frauen den Großteil der unbezahlten Hausarbeiten und mindern durch die Doppel- und Dreifachbelastung ihre Karrierechancen. „Wir machen halbe/halbe“ soll diesen Teufelskreis aufzeigen und helfen, stereotype Rollenbilder ein Stück weiter aufzubrechen.

Mythos? Immer wieder wird behauptet, dass Lohngleichheit bereits erreicht sei und PolitikerInnen angeblich mit falschen Zahlen skandieren würden. Die Diskriminierung von Frauen bei der Bezahlung sei also ein großer Mythos…

„Wenn Frauen weniger verdienen oder weniger hoch aufsteigen, ist dies die Folge eigener Entscheidungen und keine Folge von Diskriminierung.“

Durch die Individualisierung von Problemen werden strukturelle wirtschaftliche Gründe ignoriert. Frauen verdienen nach wie vor und in allen Beschäftigtengruppen deutlich weniger als Männer (Gender Pay Gap).  Ein Teil der Einkommensdifferenz lässt sich auf Teilzeitarbeit zurückführen, aber auch wenn nur ganzjährig Vollzeitbeschäftigte verglichen werden, beträgt der Median der Fraueneinkommen nur 81% des mittleren Männereinkommens.Fundierte Informationen zur Einkommensschere finden sich etwa in den jährlichen Berichten des Rechnungshofes. Zur Schließung der Einkommensschere braucht es Maßnahmen wie Gleichbehandlungsgesetze mit Diskriminierungsverboten, Quotenregelungen, Vorgaben zur Einkommenstransparenz und Sanktionen bei Nichteinhaltung, denn ohne diese sind Fortschritte kaum vorhanden. Die bisherigen Erfolge lassen sich auch daran messen, dass der herbstliche Equal Pay Day in Österreich bzw. in den einzelnen Bundesländern jedes Jahr um einige Tage später ist. „

„Frauenwollen nur Teilzeit arbeiten, sie werden nicht dazu gezwungen, das basiert auf Freiwilligkeit!“

Mehr als die Hälfte aller Teilzeitbeschäftigten arbeitet aus familiären Gründen im reduzierten Umfang. Frauen arbeiten häufig unfreiwillig Teilzeit, wegen z. B. mangelnder Ganztagsbetreuungs- oder Beschäftigungsangebote.