„#machplatz - Mehr Platz für frauenpolitische und feministische Themen in den Medien“

One Billion Rising Graz – 2016

Digitale Protestaktion – www.grazerfrauenrat.at

 

Wir (Unabhängiges Frauenbeauftragten Kollektiv und der Grazer Frauenrat) starten vom 14.2. bis 8.3.2016. eine One Billion Rising – digitale Protestaktion

 

  • Starte eine Petition Werde Social-Media Redakteurin/Redakteur (nutze Facebook, Twitter …)
  • Poste auf deiner eigenen Seite
  • Poste auf den Seiten der Medien
  • Poste in Gruppen
  • Blogge ….
  • Schreibe eine email an Redakteur_innen der verschiedensten Zeitungen
  • Schreibe Leserinnenbriefe/Leserbriefe
  • Ihr macht Musik – dann macht ein Youtube-Video mit eurer Botschaft

 

Schickt eure fertigen Beiträge bitte an: brigitte.hinteregger@grazerfrauenrat.at – wir sammeln all die Beiträge!

 

 

ONE   BILLION   RISING (OBR)    - 14.2.2016 – Graz

„#machplatz - Mehr Platz für frauenpolitische und feministische Themen in den Medien“

 

One Billion Rising - eine Milliarde erhebt sich -  ist eine weltweite Kampagne von Menschen für ein Ende der Gewalt gegen Frauen. In Graz findet diese Veranstaltung zum vierten Mal statt – initiiert in Graz 2013 durch Brigitte Hinteregger – gemeinsam mit dem Aktionsteam OBR in Graz. In den letzten beiden Jahren gemeinsam mit dem Unabhängigen Frauenbeauftragten Kollektiv, dem Grazer Frauenrat und dem Aktionsteam OBR Graz.

 

One Billion Rising ist ein getanzter, geschriebener, gesungener, gesprochener, szenischer … Protest für ein Ende jeglicher Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die “Milliarde” errechnet sich aus der statistischen Aussage der UN, dass ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Leben Opfer von Gewalt werden.

 

Die Organisatorinnen in Graz (Unabhängiges Frauenbeauftragten Kollektiv (UBFK) und Grazer Frauenrat) haben für 2016 folgendes Motto:

 

„#machplatz - Mehr Platz für frauenpolitische und feministische Themen in den Medien“

 

Die Ignoranz von Frauenrechten, frauenpolitischen und feministischen Themen durch Journalistinnen und Journalisten ist Teil täglicher struktureller Gewalt gegen Frauen. "Wir haben andere Probleme", so ein Satz, der oft genannt wird, wenn mehr frauenpolitische und feministische Themen in den Medien gefordert werden. Redakteurinnen und Redakteure berichten kaum über feministische und frauenpolitische Aktionen und Inhalte - in einigen Medien werden diese Themen durch verantwortliche Redakteure bzw. Redakteurinnen gänzlich ignoriert. Antifeministische Themen bekommen hingegen immer mehr Raum.

 

Wir richten gemeinsam eine Stellungnahme an Journalisten und Journalistinnen und fordern mehr frauenpolitische Berichterstattung. Wir fordern die Redakteure und Redakteurinnen auf, Frauenpolitik als Querschnittsthema zu begreifen.

 

Wir fordern von den Medien feministischen und frauenpolitischen Themen, Aktivitäten und Aktionen Raum zu geben! Wir fordern:

  • Berichterstattung über gesellschaftliche Ungleichheit!
  • Schaffen von Bewusstsein, dass Gewalt gegen Frauen kein individuelles Problem - sondern ein gesellschaftliches Problem ist!
  • Bewusste Auseinandersetzung mit traditionellen Männer- und Frauenbildern. Damit können Medien ein Null-Toleranz-Klima fördern und zeigen, dass Gewalt gegen Frauen immer und überall inakzeptabel ist!
  • Breite, mediale Berichterstattung zum Thema Gleichstellung. Aufzeigen von Bedingungen, politische Versäumnisse, Lösungsstrategien die von feministischen Wissenschaftlerinnen, Wirtschaftsexpertinnen, Gleichstellungsexpertinnen, Expertinnen aus Frauen- und Mädcheneinrichtungen .... empfohlen werden!
  • Thematisierung sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung als Formen von Gewalt - sexualisierte Gewalt und sexuelle Belästigung sind keine Formen von Sexualität - sondern Formen von Gewalt!
  • Thematisierung von Frauenrechts-Verletzungen - z.B. Frauenhandel
  • Aufzeigen verschiedenster Formen der Gewalt gegen Frauen (psychische Gewalt, physische Gewalt, ökonomische Gewalt, ökologische Gewalt, usf. -  jegliche Ausprägung strukturelle Gewalt)!
  • durch
  • Einbindung einer feministischen und frauenpolitischen Expertise in die Berichterstattung!
  • Berücksichtigung und Veröffentlichung von feministischen und frauenpolitischen Stellungnahmen (z.B. von Frauen- und Mädcheneinrichtungen)!
  • Sichtbarmachen entsprechender Unterstützungsangebote für jene, die von Gewalt betroffen sind und Berichte zu gesetzlichen Bestimmungen!
  • Sichtbarmachen durch Sprache – eine Sprache zu verwenden, in der auch! Frauen vorkommen!
  • Verzicht auf sexistische und diskriminierende Werbung!
  • Verzicht auf sexistische und diskriminierende Inhalte in der Berichterstattung!

 

Graz, 10.2.2016 – Grazer Frauenrat und Unabhängiges Frauenbeauftragten Kollektiv Graz

Kontakt/weitere Infos: 0043 - 0680 24 60 772 (Brigitte Hinteregger, MA MBA)

Email: brigitte.hinteregger@grazerfrauenrat.at

www.grazerfrauenrat.at