A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

UN MUT TUT GUT!

[UN]MUT TUT GUT!
Zu oft hört frau „Wer braucht Feminismus eigentlich noch?"
Als würde es sich beim Kampf und Einsatz gegen Diskriminierung von Frauen und für Geschlechterdemokratie um ein Überbleibsel längst überholter Zeiten handeln - als gelte es nicht auch gleichzeitig immer und immer die Errungenschaften zu erhalten und zu verteidigen.
[UN]MUT TUT GUT!
Weil es eben nicht die Ansichten von ein paar Feministinnen von vor-vorgestern sind, die alles nur schwarz malen. Sondern weil Diskriminierung und Ungleichstellung nach wie vor Frauenalltag sind: ob nun die Einkommensschere oder die Aufstiegschancen (gläserne Decke)sind, Jobs von denen Frau auch eigenständig Leben kann, Armut, Migrantinnen, Reproduktionsarbeiten, Mobilität, der Sexismus in den Medien, die Gewalt oder die Finanzierungsstrukturen von/für Fraueneinrichtungen sind.
[UN]MUT TUT GUT!
Denn die nunmehrige Krise führt uns vor Augen, dass einmal mehr der partriachal organisierte Staat von den Frauen Tribut verlangt. In solchen Zeiten - mehrheitlich von Männern verursacht - muss gespart werden und Frauen sollen für staatliche Leistungen einspringen. Und Frauen sind wieder einmal aufgerufen Mituztragen!
[UN]MUT TUT GUT!
Gegenüber dem allerorts verbreiteten „Jede ist ihres Glückes Schmiedin" und dem „Es liegt nur an mir"
[UN]MUT TUT GUT!
Gegenüber all den Ablenkungsmanövern, die nur den Blick auf die diskriminierenden Strukturen verschleiern wollen.
[UN]MUT TUT GUT!
Wenn uns unser Scheitern an Strukturen mal wieder als individuelles Versagen dargestellt wird.
[UN]MUT TUT GUT!
Wenn wir darauf vertrauen sollen, dass „es mich nichts angeht oder mich nicht betrifft" und „bei mir ganz sicher ganz anders ist"; oder dass wir irgendeinem „natürlichen, gerechten Lauf der Dinge" vertrauen sollen.
[UN]MUT TUT GUT!
Wenn uns - in alter partrachaler Strategie wieder einmal die Geschichte unserer Bewegung geraubt werden soll. Wenn jungen Frauen so vermittelt wird, sie müssten - wenn überhaupt (!) - wieder bei Null anfangen.
[UN]MUT TUT GUT!
Das bewiesen und beweisen alle Frauen und Frauenorganisationen, die in Graz aktiv sind. Wo wäre Graz heute ohne diese?
Enststanden aus dem MUT zum UNMUT haben sie dazu beigetragen, die gesellschaftliche Grammatik in Graz zugunsten von Frauen zu verändern.