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Philosophinnen

Philosophinnen tauchen nur selten in den bekannten Philosophen-Lexikas oder in der Philosophiegeschichte auf, da sie im männerdominierten akademischen Zirkel nicht anerkannt waren/sind. So ist die weibliche Philosophiegeschichte ein "verschwiegener“ Anteil und die Leistungen der Frauen oft "vergessenen".

Die Suche nach Antworten auf philosophischem Terrain wird von jeher von Männern und Frauen gleichermaßen bestritten - wobei aber die Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen aufgrund der ihr zugedachten Stellung und ihres damit verbundenen Alltags erheblich eingeschränkt waren. Philosophinnen hatten etwa nur selten die Möglichkeit, ihr Denken und Werk an Universitäten zu verbreiten.  Bisher veröffentlichte Werke zur Philosophiegeschichte oder auch philosophische Lexika weisen entweder gar nicht oder aber nur spärlich hin auf die wissenschaftlichen Arbeiten und Leistungen weiblicher Philosophen - dies gilt bezeichnenderweise für nahezu jeglichen Beitrag von Frauen zur Philosophie seit der Antike. Somit entsteht aber leicht der Eindruck, weibliches Philosophieren gäbe es erst seit diesem Jahrhundert, seit sich etwa Hannah Arendt oder Simone de Beauvoir Gehör verschafften.
Die "vergessenen" Leistungen der Philosophinnen, das entsprechend eindimensionale Bild, das lediglich männliches Wirken in Philosophie, Politik und Wissenschaft innerhalb der Philosophiegeschichte reflektiert, gilt es nicht nur zu kompensieren, sondern zu revidieren.
 

Tipps:
Philosophinnen I und II: Philosophinnen, 2 Bände. (Bd. 1: Von der Antike bis zur Aufklärung  Bd. 2: Von der Romantik bis zur Moderne)
Marit Rullmann (Hg.), Suhrkamp Taschenbuch, 1998
Philosophinnen-Lexikon
Ursula I. Meyer; Heidemarie Bennent-Vahle (Hg.), Ein-Fach-Verlag, 1994.

Ein-Fach-Verlag
Frauen in der Philosophie
Feministische Philosophie