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Armut

Österreichische Herkunft, männlich, gute Ausbildung sind Merkmale, die mit dem geringsten Armutsrisiko verbunden sind.
Frauen haben ein höheres Armutsrisiko. Insgesamt ist der Unterschied bei der mit Armutsgefährdung zwischen Frauen und Männern zwar relativ gering, dies aber nur aufgrund des Verfahrens des gewichteten Haushaltseinkommens, das eine Gleichverteilung der Einkommen innerhalb des Haushalts unterstellt. In Einpersonenhaushalten oder in Haushalten, wo der Hauptverdienst von einer Frau getragen wird, z. B. bei PensionistInnen, AlleinerzieherInnen etc., werden die Unterschiede viel deutlicher. Frauen sind als Alleinlebende oder Alleinerziehende (ob vor oder in der Pension aufgrund nicht durchgängiger Erwerbsverläufe, auf Grund von Teilzeitbeschäftigung, von Erwerbstätigkeit in Niedriglohnbereichen etc.) einem deutlich überdurchschnittlichen Armutsrisiko ausgesetzt. In der Pension kumulieren die Nachteile weiblicher Erwerbsmuster, gekennzeichnet durch Unterbrechungen und Phasen der Teilzeit. AusgleichszulagenempfängerInnen sind beispielsweise zu drei Viertel weiblich. Bei Migrantinnen kumulieren weitere Faktoren, was zu einer Verfestigung bestehender Armut führt.
Schutz vor Armutsrisiken u. a.

  • ausreichend bezahlte Beschäftigung
  • keine Lohndiskriminierung bei Frauen
  • Kinderbetreuungsangebote, um Erwerbstätigkeit im notwendigen Ausmaß zu ermöglichen
  • günstigere Wohnmöglichkeiten
  • verstärkte Integrationsaktivitäten, um MigrantInnen auch höherwertigere Erwerbsbereiche zugänglich zu machen
  • Gesicherte Sozialtransfers und Pensionen

Tipps:
Armutskonferenz